125 Jahre Josef Seibel
Hauenstein feiert die Schuhindustrie
Carl-August Seibel, der Urgroßvater des gleichnamigen heutigen Firmenchefs, war es, der vor 125 Jahren mit einer Sohlenstanzmaschine die industrielle Schuhproduktion im Hause Seibel ins Rollen brachte und gleichzeitig den Anstoß zur Schuhproduktion in seinem Heimatort Hauenstein gab.
Zählte man in der Blütezeit der Hauensteiner Schuhgeschichte gut 35 Fabriken mit mehr als 3.500 Mitarbeitern, so ist aus den Gründertagen nur noch ein einziges Unternehmen aktiv: Josef Seibel.
Für die Seibels war dies ein Grund, gleich nach der GDS, mit Mitarbeitern, guten Freunden und Wegbegleitern dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verbandsebene reihten sich in die Schar der Gratulanten ein, hielten einen historischen Rückblick und würdigten die Bedeutung der Seibel-Gruppe. "Der Name Seibel hat Gewicht, sowohl in der Schuhindustrie als auch neuerdings im Handel. Er steht für Kontinuität und Tradition. Doch der Name Seibel hat nichts Historisches an sich. Man ruht sich nicht auf der Geschichte aus, sondern es geht bei Seibel immer um die Zukunft, den Blick nach vorne gewandt", unterstrich Dr. Peter Neumann, als Vertreter des HDS, die Vielseitigkeit und Omnipräsenz der Seibel-Gruppe.
Seibel hat in der langen Historie immer wieder Unternehmergeist und Weitsicht bewiesen, so in krisenbedingten Zeiten, rechtzeitig reagiert, neue Beschaffungsquellen für Leder erschlossen oder Produktionskapazitäten mit ungarischen Partnern aufgebaut. Diese Strategien tragen eindeutig die Handschrift des heutigen Firmenlenkers Carl-August Seibel, der nach seinem BWL-Studium 1983 in das Familienunternehmen einstieg. Heute umfasst das weltweite Netzwerk der ideenreichen Schuhmacher aus Hauenstein rund 30 Unternehmen, die unter dem Dach der Seibel Holding zusammengefasst sind. Seibel begrenzt sich längst nicht mehr auf die Produktion von Schuhen, das zeigen vor allem die jüngsten Entwicklungsschritte des Unternehmens: Die gläserne Schuhfabrik. Dort blicken jährlich rund 25.000 Besucher hinter die Kulissen der Schuhproduktion, wo in enger Verzahnung mit der Modellentwicklung am Stammsitz in Hauenstein die Muster und Prototypen gefertigt werden. Für Carl-August Seibel auch ein wichtiges Marketinginstrument.
Romika - eine Marke, die seit 2005 zur Seibel-Gruppe gehört, und deren Bekanntheitsgrad heute nach harter Imagearbeit wesentlich zum Unternehmenserfolg der Seibel-Gruppe beiträgt. Ein Jahr später ging die Erfolgsstory der "Shoe-City" an den Start. Auf 2.000 Quadratmetern präsentieren dort neun eingenständige Geschäfte in feiner Großstadtarchitektur ihr Angebot. Mit der Leiser-Beteiligung im vergangenen Jahr hat Seibel den Einstieg bei einem gewichtigen Schuhhändler hingelegt und hat nun auch direkten Zugriff auf den "Point of Säle". Seibels jüngster Coup - Daniela Katzenberger: Seibel setzt auf das wachsende Medieninteresse an der 'Kultblondine' und platziert eine eigene Katzenberger-Kollektion, die bei der GDS eine enorme Beachtung fand. Seibel hat zweifelsohne "einen Lauf" und die Weichen auf Entwicklung und Wachstum gestellt.
(Quelle Bild & Text: Schuhkurier, Verlag Sternefeld, Link zum Artikel)










